Von damals bis heute

1900 bis 1945

Seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert standen im Verein nicht selten Künstler von internationalem Rang auf der Bühne. Um einige aufzugreifen, sind aus den Jahren bis 1945 nur so bekannte Musiker zu nennen wie der berühmte Cellist Enrico Mainardi, die Pianisten Wilhelm Kempf, Claudio Arrau und Wilhelm Backhaus. Am 29. Januar 1914 präsentierte sich Dr. Max Reger, damals Generaldirektor dem Coburger Publikum im Verein.
Für Unterhaltung mit Niveau sorgten die großen Komponisten der leichten Muse. Gäste des Verein waren unter anderem auch Werner Lincke 1910 und Ralph Benatzki 1926. Ebenfalls in jenen Jahren traten ein Damensalonorchester, eine Jazzkapelle, eine Chansonette und der Kabarettist Werner Finck auf. In den Jahren 1907 bis 1933 war ein sehr aktiver Fachmann Musikvorstand des Verein, der vielen Coburgern noch bekannte Hofkapellmeister des Landestheaters Carl Fichtner. Von 1933 bis 1945 war der Verein verboten.

Die Zeit nach 1945

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die kulturellen Interessen wieder zum besonderen Anliegen der Vereinsmitglieder. Vor dem Tätigkeitsbeginn des heutigen Musikvorstands Uwe Friedrich haben bereits seine Vorgänger – Dr. W. Denk, Ernst Wagner, Knut Franke, Hans-Martin Rauch sowie erneut Ernst Wagner neben Dr. Alfred Wolf – Stufe für Stufe entwickelt, was sich heute bewährt: Seither gelingt es, in den Jahresprogrammen Bewährtes und Vertrautes mit Unbekanntem, Seltenem und Neuem gut zu verbinden. So wurde neben Standard-Besetzungen der Kammermusik Reizvolles aus zeitgenössischen Kompositionen zu Gehör gebracht, aber auch Instrumente, die wie Harfe solo oder eine Glasharmonika nur selten zum Vortrag kommen.

Wer bei uns war

Auch in den letzten Jahren war musikalische Vielfalt begehrt. Künstler internationalen Rangs wechselten sich mit musikalischen Größen des Coburger Raumes ab. Da ist an die Sänger Hanno Blaschke und Hartmut Hein, Cornelia Helfricht, Gisela Müller und Peter Schreier zu denken, oder an die Pianisten Christof Soldan, Gerrit Zitterbart und Michelle Mares. Hinzukommen solche Geigerinnen wie Nana Jaschwili und Nina Pogostkin. Viel Aufmerksamkeit errangen auch die Cellisten Christoph von Erffa sowie Michael Müller, die Querflötistin Brigitte Buxtorf und verschiedene Ensembles Alter Musik. Daneben glänzen in der Erinnerung das mehrfach engagierte Arcadia-Trio, das Saxophon-Quartett Saxofourte sowie Mitglieder des Landestheaterorchesters, die das Coburger Publikum in wechselnden Besetzungen immer wieder erfreuen. Eine musikalisch hochkarätige Brücke zur leichten Muse schlugen nacheinander Stefan Grasse (Gitarre), das Salonorchester Ferenc Babari und die Prague Funfair Band.

Wie verpflichten wir Künstler?

Bis heute legt der Verein Wert darauf, Künstler in direktem Kontakt zu verpflichten, ohne den Umweg über Konzertagenturen. Die persönliche Beziehung ist auch ein Grund dafür, dass Interpreten, Mitglieder und Vorstand nach den Konzerten in harmonischer Runde anregende Gespräche führen.